Löhne & Abgaben

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Lohnberechnungsbeispiel für Kurzaufenthalter (max. 2 Jahre):

Beispielrechnung:

Bruttolohn z.B. CHF 30 x 170 Std. = CHF 5.100
(inkl. Feiertags- und Ferienentschädigung, 13. Monatsgehalt)
Sozialabgaben ca. 10,29% = CHF 524.79
BVG-Abzug zw. 2,25 – 14,75 %, je nach Alter (ist hier nicht mitberechnet)
Abzug Lohnsteuer (Quellensteuer) z.B. 12 % = CHF 612,00 (Prozentsatz ist individuell,
je nach Lohnkasse)
Nettolohn = CHF 3.963,21
Nettolohn in Euro = 2.624,30 (bei einem Wechselkurs von 1,5102, Stand 22.10.2009)

Bei temporärer Einstellung werden meist viele Überstunden gearbeitet.
Jede gearbeitete Stunde wird bezahlt! So kommen Sie meist schnell auf 3.000 – 4.000 € Netto.

Wie bin ich in der Schweiz abgesichert?

Sie sind wie jeder andere Arbeitnehmer abgesichert.

Sie zahlen in der Regel ein, in eine

AHV Alters- und Hinterbliebenen-Versicherung (1. Säule, einbezahlt zu 50% AG und
50% AN, staatl. vorschrieben)
ALV
Arbeitslosenversicherung
IV Invalidenversicherung, dient zur Sicherung einer Invalidität (staatl.
vorgeschrieben)
SUVA

 

Berufsunfähigkeitsversicherung (übernimmt z. T. auch komplett der Arbeitsgeber)
BVG Personenkasse (2. Säule, Pensionskasse, Abzug erfolgt ab dem 1. Tag oder
nach 13 Wochen, je nach Absprache mit dem Mitarbeiter; einbezahlt zu 50% AG
und 50% AN, staatl. vorgeschrieben)
KTG Krankentagegeld-Versicherung (Lohnfortzahlung bei Krankheit, einbezahlt zu
50% AG und 50% AN, staatl. vorgeschrieben)
KVG Private Krankenversicherung (Grundversicherung, pflichtig ab 3 Monat)
Eine Krankenversicherung muss jeder privat für sich abschließen. Der
Arbeitnehmer trägt die kompletten Kosten. Gilt für den Krankenhausaufenthalt,
Arztbesuche und für Medikamente.

Was Sie wissen sollten zur “Krankenversicherung in der Schweiz”.

Personen in der Schweiz sind grundsätzlich versicherungspflichtig. Jedes nicht erwerbstätige Familienmitglied muss separat versichert werden und dafür eine eigene Prämie zahlen. Der Aufenthalter muss sich innerhalb von drei Monaten bei der CH-Krankenkasse nach (KHG) versichern lassen, während unter bestimmten Voraussetzungen die nicht erwerbstätigen Familienmitglieder weiterhin in Deutschland versichert sind. Die CH-Kassen bieten sowohl die Versicherung nach Krankenversicherungsgesetz (KVG), das so genannte Obligatorium, als auch Zusatzversicherungen (VVG) an. Die Grundversicherung nach KVG unterscheidet sich nur im Hinblick auf Service und Prämienhöhe, die Leistungen sind überall einheitlich.

Während der Kurzaufenthalte in Deutschland (Wochenend-Heimfahrten) sind Sie auch in Deutschland über die Schweizer Krankenkasse versichert. Mit Ihrer Krankenkassenkarte gehen Sie zum Arzt, dieser rechnet Leistungen mit der Schweizer Krankenkasse ab.
Krankenversicherung für Grenzgänger. Seit Inkrafttreten der Bilateralen Verträge sind grundsätzlich auch Personen mit einem Arbeitsplatz in der Schweiz und Wohnsitz in einem EU-Ausland krankenversicherungspflichtig in der Schweiz. Es gibt jedoch zahlreiche Ausnahmebestimmungen: u.a. für Grenzgänger aus Deutschland, die sich auf Wunsch weiterhin in dem Land, in dem sich der Wohnort befindet, versichern können. Es gibt 4 Wahlmöglichkeiten sich als Grenzgänger zu versichern:
1. Gesetzliche deutsche Krankenversicherung
2. Private deutsche Krankenversicherung
3. gesetztlich anerkannte Schweizer Krankenversicherung
4. Grenzgängermodell Mondial (Kombi aus Schweizer Krankenkasse und einer privaten deutschen Krankenkasse)

Krankenkassenbeitrag:

Die Beiträge beginnen bei ca. 285 CHF/mtl., je nach Krankenkasse, Leistungen und Höhe der Selbstbeteiligung die mit 300 CHF beginnt und frei wählbar ist. Einen Arbeitgeberzuschuss zur Krankenversicherung wie in Deutschland gibt es nicht.
Sie sollten nur darauf achten, in der Krankenversicherung sind KEINE Zahnarztleistungen mit enthalten.
Hier muss bei Bedarf (z. Bsp. bei Dauerstellen) ein gesonderter Zahnversicherungstarif abgeschlossen werden.

Sie sollten vor einer temporären Anstellung in der Schweiz, noch einmal zum Zahnarzt (in Deutschland) gehen und sich untersuchen, und evtl. bei Bedarf behandeln, lassen. Wenn Sie in der Schweiz arbeiten, besitzen Sie keine deutsche Krankenkasse mehr!

Wie viele Tage Urlaub bekomme ich bei einer Anstellung in der Schweiz?

Der Arbeitgeber hat dem Arbeitnehmer jedes Dienstjahr wenigstens vier Wochen, dem Arbeitnehmer bis zum vollendeten 20. Altersjahr wenigstens fünf Wochen Ferien zu gewähren. Für ein unvollständiges Dienstjahr sind Ferien entsprechend der Dauer des Arbeitsverhältnisses im betreffenden Dienstjahr zu gewähren.

Bei einer temporären Einstellung, bekommen Sie auf Ihren Stundenlohn anteilig schon Ihr Urlaubsgeld gezahlt. Ein zusätzlich bezahlter Urlaubsanspruch steht Ihnen somit nicht mehr zu.