FAQ

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Häufig gestellte Fragen zur Arbeitsvermittlung (FAQ)

Wer kann private Arbeitsvermittler in Anspruch nehmen?
Grundsätzlich jeder. Die private Vermittlung ist nicht an den Vermittlungsgutschein gebunden. Natürlich erwartet der Vermittler für seine Leistungen eine Provision – neben der Einlösung eines Vermittlungsgutscheines besteht aber grundsätzlich auch die Möglichkeit, dass der Arbeitgeber oder der Arbeitssuchende selbst für die Vermittlungsleistung aufkommen.

Darf ich mich bei verschiedenen privaten Arbeitsvermittlungen vorstellen?
Ja. Doch sollten Sie immer darauf achten, den Vermittlungsgutschein nur in Kopie den privaten Arbeitsvermittlungen auszuhändigen. Nur die Arbeitsvermittlung, die Sie direkt in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis vermittelt – bekommt den Original-Vermittlungsgutschein und kann diesen abrechen.

Woher bekomme ich einen Vermittlungsgutschein?
Bei Ihrer zuständigen Arbeitsagentur bzw. ARGE (JobCenter). Ist eine Kommune für Sie zuständig, wenden Sie sich bitte an Ihren Fallmanager (Vermittler), er weiß, ob und wie eine Übernahme der Vermittlungskosten erfolgt.

Muss die Agentur für Arbeit mir einen Vermittlungsgutschein ausstellen?
Jein. ALG-1-Empfänger haben ein gesetzlich verbrieftes Recht, den Gutschein zu erhalten, die mindestens zwei Monate arbeitslos waren und innerhalb von drei Monaten noch nicht vermittelt wurden. Im Gegensatz dazu ist die Ausstellung des VGS für ALG-2-Empfänger von der persönlichen Entscheidung Ihres Fallmanagers abhängig. Erfahrungsgemäß geben diese den Gutschein aber problemlos heraus, vorausgesetzt, Sie erhalten ALG-2. Wer kein Geld bezieht, erhält in der Regel auch keinen Vermittlungsgutschein. Für ALG-2-Empfänger, die von Optionskommunen betreut werden gelten derzeit unterschiedliche Systeme – allen gemeinsam ist jedoch der fehlende Rechtsanspruch auf Ausstellung eines Gutscheins oder gutscheinähnlichen Papiers. Gleichwohl haben die meisten Optionskommunen eine gutscheinähnliche Vermittlerprovision im Programm und wenden diese auch an. Fragen Sie daher Ihren Fallmanager (Vermittler), wenn Sie sich privat vermitteln lassen wollen.

Vermitteln Sie auch Nebenjob/Minijob?
Selbstverständlich. Allerdings ist zu beachten, dass Sie für die Vermittlung in ein solches Arbeitsverhältnis den Vermittlungsgutschein nicht verwenden können. Dass bedeutet in der Regel, dass Sie den Vermittler selbst bezahlen oder der Arbeitgeber die Kosten übernimmt.

Wofür ist ein Vermittlungsvertrag notwendig?
Der Abschluss eines Vermittlungsvertrages ist vom Gesetzgeber vorgeschrieben (bei gutscheinbasierter Vermittlung), um ein Vertragverhältnis von Arbeitssuchenden und Vermittler nachzuweisen. Weiterhin dient der Vertrag dazu, Rechte und Pflichten der Vertragspartner festzuschreiben.

Muss ich jede Stelle annehmen, die mir vom privaten Arbeitsvermittler angeboten wird?
Nein. Natürlich treffen Sie und der potentielle Arbeitgeber die letzte Entscheidung. Sollten Sie allerdings einen Vorstellungstermin mit dem Arbeitgeber vereinbart haben, so bitten wir Sie diesen auch einzuhalten, oder vorher uns bzw. dem Arbeitgeber abzusagen. Es erspart allein Parteien unnötigen Ärger.

Zurzeit finde ich bei Ihnen für mich kein passendes Stellenangebot. Lohnt es sich trotzdem, den Kontakt zu Ihnen auszunehmen?
Natürlich. Bei uns können täglich neu zu besetzende freie Stellen eingehen. Sind Ihre Daten bei uns gespeichert, melden wir uns sofort bei Ihnen und bieten Ihnen diese freie Stelle an.
Für sehr gut qualifizierte Arbeitnehmer gehen wir speziell auf die Suche. Fast immer waren wir erfolgreich.

Ist die private Arbeitsvermittlung eine Zeitarbeitsfirma?
Nein. Die Dienstleistung der privaten Arbeitsvermittler besteht darin, Arbeitgeber und Arbeitsuchende direkt zusammenzuführen. Der Arbeitsvertrag wird mit dem Arbeitgeber und nicht mit der privaten Arbeitsvermittlung geschlossen.

Wie geht es in Zukunft mit der privaten Arbeitsvermittlung weiter?
Die Laufzeit des Vermittlungsgutscheins wurde für 3 Jahre (bis 2010) verlängert. Für ALG-1-Empfänger bleibt der Anspruch bestehen. ALG-2-Empfänger haben hierauf keinen konkreten Anspruch, die Ausstellung liegt im Ermessen der ARGE bzw. Optionskommune. Die Wartezeit wurde auf 2 Monate (vorher 6 Wochen) ab dem Beginn der Arbeitslosigkeit erhöht.

Kann ich meinen VGS auch bei Auslandsvermittlungen nutzen?
Seit Februar 2007 darf auf der Grundlage eines Urteils des Europäischen Gerichtshof auch in das EU-/EWR-Ausland vermittelt werden. Der Vermittlungsgutschein ist von der Bundesagentur für Arbeit also auch bei einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung im EU-/EWR-Ausland auszuzahlen.

Der Inhalt spiegelt die persönliche Meinung des Verfassers wieder.