Bewerbungsunterlagen

Seite drucken   Diesen Artikel per E-Mail versenden  

Die Bewerbungsunterlagen sind Ihr Aushängeschild!

Wir benötigen von Ihnen folgende Bewerbungsunterlagen:

  • vollständiger Lebenslauf (tabellarisch, mit genauer Monats- und Jahresangabe, Angaben in welcher Firma und ggf. in welchem Land Sie gearbeitet haben, als was Sie eingestellt wurden und dazu eine kurze Tätigkeitsbeschreibung)
  • Zeugnisse, Ausbildungs-, Weiterbildungs- bzw. Qualifizierungsnachweise
  • bisherige Arbeitszeugnisse
  • Lichtbild, nicht älter als 6 Monate
  • Telefonnummer
  • ggf. Vermittlungsgutschein (Kopie) der Agentur für Arbeit/des JobCenters

Bewerbungsunterlagen ohne Anschrift und ohne die Angabe einer Telefonnummer werden nicht bearbeitet.

Bitte achten Sie darauf sich von Arbeitgebern, nach Beendigung eines Arbeitverhältnisses, ein Arbeitzeugnis ausstellen zulassen. Ein Arbeitgeber ist zur Ausstellung einer Arbeitszeugnisses verpflichtet.

Muster-Lebenslauf

Hier bieten wir unseren Bewerbern drei Möglichkeiten der Lebenslaufgestaltung.
Drei Muster die Sie sich als (PDF-Datei) ansehen oder sie als Schreibvorlage in einer Word-Datei per E-Mail anfordern können.


Achten Sie bitte auf den Inhalt Ihrer Arbeitszeugnisse!

Die neuen Geheimcodes in Arbeitszeugnissen

Was sollte in einem Arbeitszeugnis nicht enthalten oder wie sollte dieses ausformuliert sein?

1. Allen Aufgaben hat er sich mit Begeisterung gewidmet.
Heißt: Begeisterung war zwar da, führte aber mangels Fähigkeiten zu keinem Erfolg. Bloße Begeisterung wird von keinem Beschäftigten erwartet.
Positiv hinsichtlich der Führungsqualitäten wäre: “Es gelang ihm, das Team zu motivieren.”

2. Herr A. hat alle Arbeiten ordnungsgemäß erledigt.
Heißt: Er zeigte keine Initiative, sondern wartet auf Anweisungen.
Der Begriff “ordnungsgemäß” ist im Arbeitszeugnis Abwertung.

3. Herr A. zeigte ein einwandfreies Verhalten gegenüber seinen Kollegen.
Heißt: Das Verhalten gegenüber Vorgesetzten war katastrophal.
Eindeutig eine geheime Botschaft an den nächsten Arbeitgeber!

4. Mit seinen Vorgesetzten kam Herr A. gut zurecht.
Heißt: Der Mitarbeiter ist ein Mitläufer, der sich gut zu verkaufen weiß.
Hätte der Ex-Arbeitgeber das Verhältnis positiv bewerten wollen, dann stände im Zeugnis etwas über die herausragende Loyalität des Mitarbeiters!

5. Wir lernten Herrn A. als ein sehr einsatzwilligen und beweglichen Mitarbeiter kennen, der stets bemüht war, die ihm übertragenen Aufgaben zur vollsten Zufriedenheit in seinem und im Interesse der Firma zu lösen.
Heißt: Der Mitarbeiter hat die Firma sehr geschickt bestohlen.

6. Wir wünschen Herrn A. für die Zukunft viel Erfolg.
Heißt: Bei uns hatte er keinen Erfolg, vielleicht ja in der Zukunft.
Positive Schlüsselformel wäre: “wir wünschen ihm weiterhin viel Erfolg”. Besser noch “Wir bedauern, dass Herr A. uns auf eigenen Wunsch verlässt.”

7. Im Kollegenkreis galt er als toleranter Mitarbeiter.
Heißt: Er hat sich regelmäßig mit dem Chef angelegt.
Dieser Mitarbeiter war im Kollegenkreis durchaus beliebt. Einer der Hauptgründe dafür war, dass er den Vorgesetzen im Magen lag.

8. Die Qualität seiner Arbeitsergebnisse lag über den Anforderungen.
Heißt: Wahrscheinlich wäre da noch mehr Leistung drin gewesen, mehr als eine 3 ist das nicht.
Zwar übertrieben aber gut wäre: Die Qualität seiner Arbeitsergebnisse lag, auch bei sehr schwierigen Aufgaben, bei objektiven Problemhäufungen und bei Termindruck, stets sehr weit über den Anforderungen.

9. Herr A. verfügt über Fachwissen und zeigt gesundes Selbstvertrauen
Heißt: Er weiß nicht viel, vertritt dies aber mit großer Klappe.
Selbstvertrauen wird “nie” bewertet!

10. Seine Pünktlichkeit war vorbildlich.
Heißt: Pünktlich war er zwar, das war aber auch schon alles.
Pünktlichkeit gehört zu den Selbstverständlichkeiten im Beruf. Wenn dieser Punkt im Zeugnis hervorgerufen wird, ist das ein deutliches Zeichen dafür, dass der Mitarbeiter sonst kaum Positives vorweisen kann!

11. Wir haben uns von Herrn A. im beiderseitigen Einvernehmen getrennt.
Heißt: Wenn er das Angebot zur eigenen Kündigung nicht angenommen hätte, wäre er rausgeflogen.
Unbedenklich wäre die Formulierung: “er verlässt uns auf eigenem Wunsch”!

12. Er war sehr tüchtig und wusste sich gut zu verkaufen.
Heißt: Er war ein unangenehmer und rechthaberischer Wichtigtuer.
Hätte der Arbeitgeber inhaltlich gemeint “Er hat Projekte vorangebracht und konnte seine Ideen durchsetzen.” stünde das auch exakt so im Zeugnis geschrieben.

13. Wir danken Herrn A. für seine Mitarbeit.
Heißt: Er war anwesend. Schade, dass er dafür auch noch Geld bekommen hat. Durchschnitt ~ Note 3.
Eigentlich entspricht die Formulierung einer noch schlechteren Bewertung. Wenn in Ihrem Zeugnis eine solche Schlussformulierung auftaucht, haben Sie das Recht, diese komplett streichen zu lassen, Anspruch auf eine positive Formulierung haben Sie nicht. Eine deutlich bessere Dankesklausel wäre z. Bsp.: “Wir bedauern sein Ausscheiden und bedanken uns für die stets guten Leistungen.”

14. Herr A. hat die ihm übertragenen Aufgaben zu unserer vollsten Zufriedenheit erledigt.
Heißt: Das ist eine positive Bewertung, mit der man mehr als zufrieden sein kann!
Die Formulierung ist zwar grammatisch falsch, darf aber trotzdem in keinem Arbeitszeugnis fehlen, weil es eine Standardfloskel ist.

——————————————————————————–

Was welche Endbeurteilung bedeutet:

Note 1:    “Er führte alle Aufgaben stets zu unserer vollsten Zufriedenheit aus.”

Note 2:    “Er führte alle Aufgaben stets zu unserer vollen Zufriedenheit aus.”

Note 3:    “Er führte alle Aufgaben zu unserer vollen Zufriedenheit aus.”

Note 4:    “Er führte alle Aufgaben zu unserer Zufriedenheit aus.”

Note 5:    “Er führte alle Aufgaben insgesamt/im Großen und Ganzen zu unserer Zufriedenheit aus.”

———————————————————————————-

Was welche Formulierungen bedeuten:

anspruchsvoller und kritischer Mitarbeiter   =  egozentrisch, nörgelt gern

delegierte Aufgaben mit Erfolg    =  drückte sich vor Arbeit

gesellige Art   =  Alkoholprobleme

bewies immer Einfühlungsvermögen  =  sexuelle Kontakte im Kollegenkreis

führte konsequent   =   autoritärer Führungstil

zeigte erfrischende Offenheit   =  vorlaut

war tüchtig, wusste sich zu verkaufen   =  mangelnde Kooperationsbereitschaft

engagiert für Interessen der Kollegen   =  Betriebsrat

mit Vorgesetzten gut zurechtgekommen   =   Mitläufer, Ja-Sager

pflichtbewusst und ordnungsgemäß  =  keine Eigeninitiative

gesuchter Gesprächspartner   =  lange Privatgespräche